Weihnachtstheater 2017

Wie bereits im vergangenen Jahr haben wir in der vergangenen Woche wieder Besuch von der Opernkiste aus Köln bekommen.


Dieses Mal gab es eine der berühmtesten Opern für Kinder zu bestaunen: Engelbert Humperdincks „Hänsel & Gretel“. Die Geschichte ist natürlich vielen Kindern bekannt, die Geschichte – oder besser gesagt, das Libretto der Oper unterscheidet sich in einigen Dingen jedoch deutlich vom allseits bekannten Märchen der Gebrüder Grimm.

So gehen die Kinder zum Beispiel nur einmal in den Wald, es gibt keine Schildkröte und auch keine Ente, dafür aber den Sandmann und das Taumännchen. Beide treffen Hänsel und Gretel im Wald, als sie für die Mutter Erdbeeren sammeln sollen. Und beide durften im Rahmen dieser Aufführung von Kindern der Annetteschule verkörpert werden, ebenso wie die 14 Engel, von denen im weltweit berühmten Abendsegen gesungen wird.

Zum guten Schluss – das Ende ist bekannt – können Hänsel und Gretel sich von der bösen Hexe aus dem Knusperhäusschen befreien, alle zuvor verhexten Kinder, die zu Lebkuchen gebacken worden waren, verwandeln sich zurück und es gibt ein großes Freudenfest und natürlich ein Wiedersehen mit den Eltern der Kinder… merkwürdig, irgendwie kommt die Mutter der beiden mir sehr bekannt vor!

Das Ensemble der Kölner Opernkiste besteht aus jungen, professionellen Theaterschaffenden, die die Lust verbindet, ihr Publikum von morgen direkt vor Ort für die Oper zu gewinnen. „Hänsel & Gretel“ ist nach der „Zauberflöte“, die wir im letzten Jahr bestaunt haben, das zweite Stück im Repertoire der Kölner Opernkiste. Des Weiteren wird momentan auch der „Barbier von Sevilla“ von G. Rossini gespielt.
Die Art und Weise, wie Kinder auf so natürliche Art mit voller Begeisterung an die musikalische Gattung Oper heran geführt werden, ist unnachahmlich. Die Fassung der Oper ist äußerst kindgerecht, an verschiedenen Stellen können Kinder mitmachen und können das Bühnengeschehen direkt beeinflussen. Die kraftvolle Musik und der wunderschöne Live (!)-Gesang reißen die KInder förmlich von den Sitzen. Nicht wenige Kinder haben noch heute einen kräftigen Ohrwurm von den eingängigen Melodien. Toll!

http://koelner-opernkiste.de/